Ein historischer Interaktionsraum par excellence steht im Fokus von Band 10 der Neuen Fischer Weltgeschichte: In Zentralasien stießen vom Altertum bis zur Gegenwart Kräfte aus allen Himmelsrichtungen zusammen, strömten Völker und Waren hindurch, entstanden und verfielen Reiche sagenhaften Ausmaßes. Zwischen dem Kaspischen Meer und der Wüste Gobi, zwischen Gebirgen, Wüsten und Steppen spannt der Islamwissenschaftler Jürgen Paul den Bogen seiner Erzählung.
Micha Brumlik begrüßt ausgesprochen freudig diese Neuauflage der legendären Fischer Weltgeschichte, deren schwarze Taschenbücher ihm einst für Studium und Leben so viel Orientierung gaben. Mit leichtem Bedauern nimmt er den deutlich gestiegenen Preis zur Kenntnis, auch bedauert er bei der Auswahl der Autoren mitunter eine fehlende Weltläufigkeit. Jürgen Pauls Geschichte Zentralasiens hat dem Rezensenten eine Region eröffnet, deren Dynamik ihm so bisher nicht bewusst war. Paul beschreibt hier einen Großraum, in dem über zweitausend Jahre hinweg die beiden Kulturformen des Ackerbaus und Nomadentums in ständigem Konflikt stehen. In immer neuen Konstellationen, unter veränderten politischen, ökonomischen oder religiösen Vorzeichen.
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