Jürgen Kaumkötter

Der Tod hat nicht das letzte Wort

Kunst in der Katastrophe 1933-45
Cover: Der Tod hat nicht das letzte Wort
Galiani Verlag, Berlin 2015
ISBN 9783869711034
Gebunden, 384 Seiten, 39,99 EUR

Klappentext

Die "Entartete Kunst", die Kunst der verfolgten und ins Exil gegangenen Künstler, ist seit Jahrzehnten ein viel beackertes Thema. Aber wer weiß etwas über die Kunst, die in den Ghettos, Verstecken und Lagern entstand? Wer kennt noch Jan Markiel, Marian Ruzsamski, Peter Kien, Władysław Siwek, Josef Čapek (den Bruder des Schriftstellers) oder Jerzy Adam Brandhuber? Allenfalls Felix Nussbaum und Peter Weiss sind etwas bekannter. Über 15 Jahre hat sich Jürgen Kaumkötter mit der in den Lagern der Nazis entstandenen Kunst und ihren Künstlern beschäftigt, in Gedenkstätten, Archiven und Privatsammlungen gesucht. In "Der Tod hat nicht das letzte Wort" erzählt er ihre Geschichte, leuchtet die oft dramatischen Bedingungen aus, unter denen ihre Werke entstanden und erhalten wurden und erzählt, wie es den Künstlern, deren Begabung oft den Wachmännern nicht verborgen blieb, im Lager erging.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.01.2015

Jürgen Kaumkötter bricht mit der "unausgesprochenen Regel der Kunstgeschichte", nach der die Kunst, die von den Häftlingen der Lager der Nationalsozialisten gefertigt wurde, nur als historisches Dokument, als Zeugnis zu behandeln sei, berichtet Julia Voss. In "Der Tod hat nicht das letzte Wort" spricht sich Kaumkötter dafür aus, den Werken nicht länger die kritische Würdigung als Kunst vorzuenthalten, und er geht zahlreiche Fälle durch, so die Rezensentin - zu viele, findet Voss sogar: denn die einzelnen Künstler und Werke gehen in der großen Menge der erwähnten etwas unter. Auch wenn sich die Rezensentin Kaumkötters Appell anschließt, hofft sie, dass bald Einzelstudien folgen, die den Anspruch des Autors einlösen.

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