Mit 60 Bleistiftillustrationen von Judith Kerr. Was fängt man mit einem verlassenen Seehundkind an, das man an der Küste findet? Man nimmt es natürlich mit und schmuggelt es an dem herzlosen Hausmeister vorbei direkt in seine Badewanne! Genau das macht der alte Herr Albert - mit ungeahnten Folgen. Das fröhliche Robbenbaby Charlie plantscht sich nämlich nicht nur in Herrn Alberts Herz, sondern auch in das seiner zauberhaften Nachbarin Fräulein Craig. Aber weil Seehunde nun mal nicht in Badewannen leben dürfen, muss ein neues Zuhause für den kleinen Charlie her. Am besten eines, wo für die beiden Menschenfreunde auch noch Platz ist.
Was für ein Glück, dass die inzwischen 93-jährige Autorin und Zeichnerin Judith Kerr nun noch die Seehund-Geschichte aufgeschrieben und illustriert hat, die ihr Vater, der in der Weimarer Republik berühmte Theaterkritiker Alfred Kerr, ihr wieder und wieder erzählen musste, schwärmt Rezensentin Elisabeth von Tadden. Aber es ist nicht nur die Erzählung um das kleine mutterlose Seehundbaby, das ein gewisser Herr Albert aus seinem Sommerurlaub mit in seine Berliner Wohnung schleppt, um es aufzupäppeln, welche die Kritikerin in Entzücken versetzt. Auch wie Kerr die Berliner Kleinbürgerwelt der Weimarer Republik wieder auferstehen lässt, hat der Rezensentin gut gefallen. Kerrs erzählerisches Vermögen steht ihren wunderbar naiv-sentimentalistischen Bildern in nichts nach, lobt die Kritikerin.
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