Aus dem Spanischen von Daniel Nogueira und Resel Rebirsch. Die immer lauter werdenden Nazis haben Prof. Steiner, Cortos alten Freund, umgebracht. Wir sind in der Weimarer Republik und Corto Maltese ist in Berlin. In Babelsberg dreht ein genialer Regisseur einen düsteren, prophetischen Film mit dem Titel "Bestia Triumphans", die Organisation Consul treibt ihr Unwesen, und dann verschlägt es Corto in die Stadt des Golem, nach Prag.
Christoph Haas bespricht zwei neue "Corto-Maltese"-Comics, die seiner Ansicht nach musterhaft zeigen, wie heute klassische Comic-Serien fortgesetzt werden können. Während der Franzose Bastian Vivès für radikale Neuerfindung stehe, sieht er Juan Díaz Canales und Rubén Pellejero in der Kategorie "weiterzumachen wie bisher": Die beiden Spanier versetzen den Kapitän ohne Schiff ins Berlin des Jahres 1924, hier gerät Corto Maltese zwischen die Fronten von KPD und Kryptonazis und ins Visier einer esoterischen Geheimgesellschaft. Ein bisschen mit überladen historischen Referenzen erscheint dies dem Rezensenten, und zeichnerisch etwas zu gefällig.
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