Aus dem Spanischen von Daniel Nogueira und Resel Rebirsch. Die immer lauter werdenden Nazis haben Prof. Steiner, Cortos alten Freund, umgebracht. Wir sind in der Weimarer Republik und Corto Maltese ist in Berlin. In Babelsberg dreht ein genialer Regisseur einen düsteren, prophetischen Film mit dem Titel "Bestia Triumphans", die Organisation Consul treibt ihr Unwesen, und dann verschlägt es Corto in die Stadt des Golem, nach Prag.
Christoph Haas bespricht zwei neue "Corto-Maltese"-Comics, die seiner Ansicht nach musterhaft zeigen, wie heute klassische Comic-Serien fortgesetzt werden können. Während der Franzose Bastian Vivès für radikale Neuerfindung stehe, sieht er Juan Díaz Canales und Rubén Pellejero in der Kategorie "weiterzumachen wie bisher": Die beiden Spanier versetzen den Kapitän ohne Schiff ins Berlin des Jahres 1924, hier gerät Corto Maltese zwischen die Fronten von KPD und Kryptonazis und ins Visier einer esoterischen Geheimgesellschaft. Ein bisschen mit überladen historischen Referenzen erscheint dies dem Rezensenten, und zeichnerisch etwas zu gefällig.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…