Der japanische Star-Mangazeichner Azuma wirft eines Tages alles hin und zieht als Obdachloser unter eine Plastikplane in den Park. Die Berichte von seinen Abstürzen, auch in den Alkoholismus, sind autobiografisch, aber nicht tragisch.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.05.2008
Christian hat zwei Comics gelesen, in denen die Autoren ihr Leben und Arbeiten als Comic-Zeichner reflektieren. Das europäische "Luxusproblem", zu lange an eine Figur gebunden zu sein, kennt der japanische Autor Hideo Azuma nicht. Unter dem Leistungsdruck der japanischen Comic-Industrie musste er eher an zu vielen Serien auf einmal arbeiten. Bis er ausstieg. Monatelang lebt er auf der Straße, verfiel dem Alkohol und in Depression. Doch wie Rezensent Gasser erstaunt feststellt, liefere Azuma keine verbitterte Abrechnung mit der Willkür der Manga-Branche, sondern erzähle seine Geschichte mit Stil und Galgenhumor. Ein "verbflüffendes, erfrischendes und witziges Buch", lobt Gasser.
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