Bryan Talbot

Grandville 2

Mon Amour
Cover: Grandville 2
Schreiber und Leser, München 2013
ISBN 9783943808032
Gebunden, 104 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Wie sähe die Welt aus, wenn Napoleon bei Waterloo gewonnen hätte? Vielleicht wäre die Sozialistische Republik Britannia nur ein kleiner, unbedeutender Staat, verbunden mit dem großmächtigen Empire France über die Kanalbrücke. Der Psycho-Killer "Mad Dog" Mastock entkommt auf dem Weg zum Schafott aus dem Hochsicherheitstrakt des London Tower. Wenige Tage später beginnt in der Grandville Paris eine Mordserie, die Mad Dogs Handschrift trägt. Detective Inspector LeBrock und sein Assistent Roderick Ratzi nehmen sofort die Fährte auf... Bryan Talbot, dem lesenden Publikum u.a. bekannt von "Sandman" und "Heart of Empire", verneigt sich mit dieser Steampunk-Serie vor Meistern wie J.J. Grandville, Albert Robida, Sir Arthur Conan Doyle und Quentin Tarantino.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.02.2013

Christoph Haas atmet auf: Den Trend im Genrecomic zur grimmigen Erzählweise greift Bryan Talbots Reihe "Grandville" nur halb auf. Stattdessen mengt er "das Anheimelnde des Steampunk" unter und schmückt seine von menschlichen Tierwesen bevölkerte Alternativwelt, in der Napoleon am Ende nicht gescheitert ist, sondern Frankreich zum Hegemonialstatus verholfen hat, zu einer Jules-Verne-artigen Welt mit unter anderem dandyhaften Ratten-Detektiven aus. Besonders freut den Rezensent, dass der vorliegende zweite Band sich wie schon der erste durch besonders gewitzte Anspielungen auf die Geschichte auszeichnet und zudem noch ein gutes Stück spannender geraten sei. Wäre da nicht die lackartig wirkende Computerkolorierung, wäre Haas rundum zufrieden.
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