Joyce Carol Oates

Über Boxen

Cover: Über Boxen
Manesse Verlag, Zürich 2013
ISBN 9783717522829
Gebunden, 320 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Ursula Locke-Groß und Andrea Ott. Der Boxring ist ein Ort bewegender Dramen und unvergesslicher Momente. Die Geschichten der Champions handeln von bemerkenswertem Aufstieg und tiefem Fall, von Durchhaltevermögen und Selbstüberschätzung. Joyce Carol Oates zeichnet einfühlsame Porträts von den berühmten Boxlegenden: von Jack Johnson, der als erster Schwarzer den Weltmeistertitel im Schwergewicht errang. Von Joe Louis, dessen K.-o.-Sieg über den Deutschen Max Schmeling am Vorabend des Zweiten Weltkriegs als historisches Vorzeichen gedeutet wurde. Und von der Ikone Muhammad Ali, deren Strahlkraft bis heute weit über den Sport hinausreicht.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 07.08.2013

Mit großer Sympathie für die Autorin und Faszination für den Boxsport bespricht Cristina Nord diesen Band, der die legendären Essays von Joyce Carol Oates über das Boxen versammelt. Dichte Beschreibungen und "treffsichere" Analysen findet Nord in den Texten, die sie mit so viel Begeisterung gelesen hat, dass sie über Redundanzen und kleinere Mängel freundlich hinwegsieht (selbst dass Oates die Fähigkeit des Aushaltens als Masochismus bezeichnet, lässt Nord ihr durchgehen!). Viel gelernt hat die Rezensentin über den Rassismus des Gewerbes oder darüber, dass ein einziger Schlag die Wucht von fünf Tonnen erreichen kann. Und gar nicht klar gemacht hatte sich Nord, dass Muhammad Ali ausgerechnet in der Zeit seiner höchsten körperlichen Leistungsfähigkeit gesperrt war. Nord zitiert seinen Trainer Angelo Dundee: "Wir haben Muhammad Ali nie in Bestform gesehen."
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