Dies ist die Geschichte eines Obergefreiten, der 2003 sieben Monate lang das alltägliche Grauen des Irak-Kriegs erlebt, die brutalen Aktionen seiner Kameraden gegen die Zivilbevölkerung, und der schließlich, zutiefst verstört, seinen Heimaturlaub nutzt, um mit seiner Familie unterzutauchen und nach monatelanger Odyssee durch die USA nach Kanada zu flüchten.
Ziemlich beeindruckt hat Rezensent Bernd Greiner dieses Buch gelesen, das ihm sehr deutlich machen konnte, warum es mit großformatiger Kritik an der verfehlten amerikanischen Irak-Politik nicht getan ist. Denn der Autor schildere aus eigenem Erleben das Auftreten der amerikanischen Armee im Irak, das augenscheinlich so verheerend ist, dass es zwangsläufig nur in die Katastrophe und nicht zu einer Zivilisierung der Verhältnisse führen kann. Man spürt die Fassungslosigkeit des Rezensenten über geschilderte Gewaltexzesse und systematisches Fehlverhalten. Gelegentlich fragt sich der Rezensent, ob der Autor nicht etwas dick aufträgt, kommt nach Schilderungen des "Hasstrainings" amerikanischer GIs, als dessen Resultate diese Exzesse beschrieben werden, zu dem niederschmetternden Ergebnis: alles stimmt.
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