4 Bände im Schuber. Alfred Escher (1819-1882) ist eine Schlüsselfigur der Schweizer Geschichte. Im jungen Bundesstaat verhalf er der Neutralitätspolitik zum Durchbruch und verhinderte so, dass die Schweiz militärisch in europäische Wirren hineingezogen wurde. Als Promotor der Nordostbahn, des Gotthardtunnels, des Polytechnikums (ETHZ), der Schweizerischen Kreditanstalt (Credit Suisse) und der Schweizerischen Lebensversicherungs- und Rentenanstalt (Swiss Life) wies er der modernen Schweiz in ihren ersten Jahrzehnten den Weg.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 04.04.2006
"Monumental", aber angemessen komme die vierbändige und üppig ausgestattete Escher-Biografie von Joseph Jung daher, meint Rezensent Urs Hafner und verweist auf Eschers Lebensleistung als Unternehmer und Wirtschaftspolitiker. Ein Drittel der Biografie sei Eschers großen Gründungen gewidmet, so der Rezensent, womit dieser Teil auch zu einer "Bahn-, Banken-, und Bildungsgeschichte der jungen Schweiz" wird. Der Biograf gebe sich zwar als Bewunderer Eschers zu erkennen, "idealisiere" ihn aber keineswegs. Interessant sei beispielsweise Jungs Hinweis, dass Escher sein autokratisches Wirtschafts-Imperium in einer direkten Demokratie, wie sie seit 1870 bestand, nicht mehr hätte aufbauen können. Die Urdemokratie Schweiz basiere gewissermaßen auf einer großkapitalistischen und undemokratischen Gründerzeit. Darüber hinaus weise der Autor auch auf betriebswirtschaftliche Schwächen Eschers hin, dessen Gotthardprojekt beispielsweise vom Staat gerettet werden musste. Jung habe insgesamt eine "imponierende und gelungene Gesamtschau" vorgelegt, die von der Gestaltung der vier Bände so "ausgeklügelt" wie "glanzvoll" ergänzt wird.
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