Jakob Ruf

Jakob Ruf

Leben, Werk und Studien
Cover: Jakob Ruf
NZZ libro, Zürich 2008
ISBN 9783038234159
Gebunden, 3400 Seiten, 184,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Hildegard Elisabeth Keller. Der gebürtige Konstanzer und Wahlzürcher Jakob Ruf (um 1505-1558) war ein Selfmademan des 16. Jahrhunderts. Die Jahrzehnte zwischen 1500 und 1560 brachten tiefgreifende Umwälzungen für die Stadt Zürich und die ganze Eidgenossenschaft. In dieser bewegten Zeit ergriff Ruf die Chance, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten: Er verließ die engen Bahnen seiner Herkunft aus einer Konstanzer Handwerkerfamilie, baute auf seine außergewöhnliche Tatkraft, sein theoretisches Wissen sowie sein berufliches Können und machte Karriere in Zürich. Sein Gesamtwerk zeigt ihn als engagierten Vermittler zwischen der Welt der Gelehrten, Handwerker und der "gemeinen Frau" bzw. dem "gemeinen Mann". Die Verdienste von Jakob Ruf (um 1505-1558) werden durch die fünfbändige Publikationsreihe erstmals ausführlich dargestellt. Drei Bände beinhalten die erste kritische Gesamtausgabe von Rufs Werken (mit Audio-CD zu den biografischen Archivalien und eine Multimedia-CD zum gesamten Bildmaterial).

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.07.2008

Urs Hafner ist ehrlich erstaunt über das "packende" Panorama, das diese - im hauseigenen Verlag erschienenen - fünf Bände samt CD-ROM ihm eröffnen. Der Herausgeberin Hildegard Elisabeth Keller und ihren Mitarbeitern merkt er nicht nur die Leidenschaft für ihr Objekt an, sondern auch die Kenntnisse betreffend Leben und Werk des Chirurgen und Theaterautors Jakob Ruf. In der geschickten Kontextualisierung der kritischen Edition zeigen die enthaltenen schriftlichen Zeugnisse wie auch die Illustrationen Hafner eine fremde Welt, das von der Reformation geprägte geistige Universum mit Wissenschaft und Magie als einander beeinflussende Disziplinen sowie das (kulturelle) Leben im Zürich des 16. Jahrhunderts. Ob der Wunsch der Herausgeberin sich erfüllt, Ruf als schweizerische Gelehrtengröße zu etablieren, vermag der Rezensent allerdings nicht zu entscheiden.
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