Joseph Conrad

Herz der Finsternis

Ungekürzte Lesung von Manfred Zapatka.
Cover: Herz der Finsternis
Argon Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783866100855
CD, 29,95 EUR

Klappentext

4 Audio-CDs und eine MP3-Version. 310 Minuten Laufzeit. Gelesen von Manfred Zapatka. Auf einem Schiff berichtet Kapitän Marlow, selbst Seemann mit Leib und Seele , den Matrosen von einer lange zurückliegenden Fahrt in den Kongo und begibt sich damit erneut auf die Reise in dieses Herz der Finsternis , in dem Elfenbeinraub und Versklavung zur Tagesordnung gehören. Die von Joseph Conrad hier vorgetragene Gesellschaftskritik wurde sprichwörtlich: Die Ruhe vor dem Sturm, die Explosion, mit der die Finsternis in den vermeintlich hellen Glanz des Fortschritts einbricht und alles hinwegfegt, sind seine Sujets, die er mit psychologischem Gespür für die Charaktere seiner Gestalten zu Sinnbildern unserer Zeit werden ließ.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.12.2007

Anlässlich des 150. Geburtstags von Joseph Conrad hat sich Wilhelm Trapp Hörbücher von dessen Romanen angehört und er findet, dass sie sich nicht zuletzt deshalb so gut zum Vorlesen eignen, weil der Autor darin jeweils einen Erzähler bemüht, der die Geschehnisse als Augenzeuge berichtet. Der Rezensent hat sich offensichtlich mehrere Versionen von Hörbuchfassungen des 1902 erschienenen "Herz der Finsternis" angehört und preist enthusiastisch die von Manfred Zapatka eingelesene Fassung als die überzeugendste und den "ruhigen Extremschauspieler" als die Idealbesetzung. Der Roman handelt von einer Fahrt auf dem Kongo, deren Ziel der Elfenbeinhändler Kurtz - im Buch als das inkarnierte Böse geschildert - ist, fasst der Rezensent zusammen. Wie der Sprecher Kurtz' Gefolgsmänner in ihrer fanatischen Bosheit schildert, preist Trapp als absolut überzeugend, aber beinahe noch mehr beeindruckt ihn, wie Zapatka Kurtz selbst fast sympathisch erscheinen lässt und ihn damit umso genauer als das "charismatische, moderne Böse" zeigt, dem Conrad in dieser Figur Gestalt verliehen hat.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.02.2007

Rezensent Martin Z. Schröder ist beeindruckt von den Nuancen, die der Vorleser Manfred Zapatka in seine Interpretation von Joseph Conrads "Herz der Finsternis" legt. Er geht in seiner Meinung nach in bemerkenswerter Weise auf den Text ein, passt seine Stimme dessen Stimmungen an und belegt damit " dass der Vortrag des Gedruckten eine Art Übersetzung ins Gesprochene sein kann." Zugleich gelingt es ihm, den in schriftlicher Form sehr "gedankendichten" Text, den man sich als Leser mit hoher Konzentration zu Gemüte führen muss, aufzulockern, indem er sich beim Vortrag "die Zeit nimmt", die der Kurzroman braucht, um seine Wirkung zu entfalten.
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