Aus dem Portugiesischen von Katja Ambrosy. Portugal im Jahre 1832: Afonso Aires de Navarra verkörpert den feudalen Gutsherren: Er ist als frommer Katholik Herr über Ländereien und Untergebene. In einer standesgemäßen Ehe zeugt er einen Erben. In seiner Freizeit sorgt er sich um den Erhalt mittelalterlicher Bücher. António de Soutelinho hingegen gehört zur namenlosen Klasse: Aufgewachsen in einem Waisenhaus zimmert er sich ein gewissenloses Weltbild, in dem der Stärkere überlebt...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.03.2001
Der Rezensent mit dem Kürzel "tlx." findet nicht so richtig Gefallen an José Rico Direitinhos neuem Roman, in dem er die selben Themen wie in seinen beiden früheren Romanen bearbeitet - nämlich die "Welt des Aberglaubens, des Mythos und des immer präsenten Todes". Schwere Themen, die Bedeutung suggerieren, wie der Rezensent leicht ironisch bemerkt, denn mit der Umsetzung ist er nicht zufrieden. Direitinhos Konzept geht nicht auf: zwar besitzt der Autor nach Meinung des Rezensenten "Fingerfertigkeit", aber trotzdem werden die Inhalte nicht durch eine stimmige Erzählung ausgefüllt, der Autor lasse die Leser weitestgehend allein. "Der Roman ist bereits ein wenig Opfer seines Stoffes geworden".
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