Jon Savage

Englands Dreaming - Anarchy, Sex Pistols, Punk Rock and Beyond

Cover: Englands Dreaming - Anarchy, Sex Pistols, Punk Rock and Beyond
Edition Tiamat, Berlin 2001
ISBN 9783893200450
Gebunden, 500 Seiten, 29,65 EUR

Klappentext

Geschichte des Punk Rock, von der Gründung der Sex Pistols im Klamottenladen SEX von Malcom McLaren und Vivienne Westwood bis zum letzten Konzert in San Francisco am 14. Januar 1978 und darüber hinaus. Über den Zerfall der Sex Pistols, "The great Rock'n'Roll Swindle", über den Selbstmord von Sid Vicious, über Kult und Tod. Ein Bericht über den Alptraum, der England in den siebziger Jahren quälte.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 21.06.2001

Recht kurz ist die Besprechung von Frank Schäfer über Jon Savages Abhandlung über den Punkrock ausgefallen, und recht eingängig ist sein überaus großes, beinahe schon euphorisches Lob für dieses Werk: "So müsste der Punk eigentlich dargestellt werden wollen, wenn er sich denn mal klar und deutlich einstimmig artikuliert hätte: so wie in Jon Savages großer, nein fulminanter, nachgerade onomatopoetischer Kulturgeschichte", schwärmt der Rezensent. Durchgängig sei der frühere, begeisterte Punk-Fan Savage in seiner Darstellung mit dem Sujet auf Tuchfühlung geblieben und habe eine stilistisch zwar nicht brillante, aber dem Gegenstand angemessene heterogene, unelegante und spannende Montage-Chronik über die wilden und wahren Jahre des Punk geschrieben, freut sich Schäfer.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 21.05.2001

Eine "fulminante Chronik" des Punk hat Jon Savage mit "England Dreaming" vorgelegt, meint Andreas Hartmann. Ein wichtiges Buch, neben Greil Marcus' "Lipstick Traces" das wichtigste überhaupt zum Thema, befindet der Rezensent. Savage ist ja schließlich auch kein Unbekannter. Neben Lester Bangs, Nick Kent, Julie Burchill und Greil Marcus hält Hartmann den "Sounds"- und "Search & Destroy"-Journalisten für einen der Großen seiner Zunft. 1992 erschien das Standardwerk zum Punk als 600-Seiten-Wälzer im Original, nun gibt es eine gekürzte deutsche Version, freut sich der Rezensent. Die ist immer noch akribisch. Sowohl die Karriere der Sex-Pistols, als auch deren Entstehungsumfeld würden hier sehr genau beschrieben. Mit aller Kritik. So erscheine Pistols-Manager McLaren als herrsch- und marketingbewusster Diktator, bei dem die Band nicht viel zu bestimmen hatte. Was den Leser hier erwartet, schreibt Hartmann, ist keine Kulturgeschichte, sondern ein "Truefiction-Roman", der von Ereignissen erzählt, die unwiderrufbar in die Geschichte der Musik und des Protests eingegangen sind.
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