Dieses Buch betrachtet die vielgestaltige Welt der Berge und ihre Entwicklung während der letzten 500 Jahre. Es unternimmt damit erstmals den Versuch, die Dreidimensionalität der Erde auch aus historisch-humanwissenschaftlicher Sicht zu untersuchen. Ausgangspunkt ist die Uno-Umweltkonferenz in Rio de Janeiro von 1992, bei der die Berge offiziell zu einem Thema der Weltgemeinschaft gemacht wurden. Wichtige Voraussetzungen dafür bildeten sich schon in der Frühen Neuzeit und im 19. Jahrhundert, als die europäischen Gesellschaften hergebrachte Grenzen überschritten. Der Autor beginnt mit der Untersuchung dieser langfristigen Prozesse in Wissenschaft, Kultur und Politik, die unsere Einstellung zu Gebirgsregionen verändert haben. Dann greift er historische Probleme auf, die in der jüngsten Forschung debattiert werden, und stellt sie in einen komparativen Rahmen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.06.2011
Michael Böhm lobt den besonderen Ansatz dieses Buches des Luzerner Historikers Jon Mathieu. Eine globale Geschichte der Berge wie diese hat er noch nicht lesen dürfen. Der Pioniergeist des Autors folgt, wie es scheint, dem der ersten Sommerfrischler und Bergfexe auf dem Globus. Dass Mathieus Blick ein europäischer bleibt, erkennt Böhm allerdings auch, der Autor beginnt mit Kolumbus und vergisst natürlich auch den romantischen Topos des Erhabenen nicht. Obgleich Böhm einige Überlegungen des Autors, etwa zur Pauperisierung der Bergvölker, schon kennt, bleibt der Wert des "gut geschriebenen", bebilderten Bandes für ihn bestehen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 06.04.2011
Die Berge, sie bewegen sich. Genauer gesagt und wie Caroline Schnyder mit diesem Buch des (Alpen-)Historikers Jon Mathieu erkennt: Unsere Sicht auf sie verändert sich. Wie die Berge zum weltweiten Phänomen und zum Politikum wurden, lernt Schnyder hier Kapitel für Kapitel und zum Glück ohne Alpen-Pathos. Was unterscheidet die Bergregionen vom flachen Land - abgesehen von der Höhe? Solche, aber auch weniger naheliegende Fragen, etwa zur Urbanisierung der Bergwelt, findet die Rezensentin aus historischer Perspektive und differenziert beantwortet und bebildert.
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