Mit 38 Abbildungen. Mitte des 19. Jahrhunderts erklommen Vermessungstrupps die Gipfel des Himalaya, um eines der kühnsten Wissenschaftsprojekte voranzutreiben: die zentimetergenaue Vermessung des indischen Subkontinents und die exakte Berechnung der Erdkrümmung. Die Arbeit im Kampf gegen Monsunregen und Malaria dauerte Jahrzehnte und kostete mehr Menschenleben als so mancher Krieg. Die Schilderung dieser Expedition ist zugleich die Geschichte der beiden Wissenschaftler, die sie leiteten. Ihre Charaktere und Führungsstile hätten unterschiedlicher nicht sein können. Nach einem von ihnen, George Everest, wurde der höchste Berg der Welt "Mount Everest" getauft. Seine Höhenbestimmung wäre ohne die Vermessung nicht möglich gewesen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.08.2002
Ehrfürchtig und beeindruckt zeigt sich Kersten Knipp von der schieren Größe des Projekts, über das John Keay berichtet. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Mathematiker und Astronom William Lambton von der britischen Regierung beauftragt, den Subkontinent komplett zu vermessen. Als Lambton nach jahrzehntelanger Arbeit die Kräfte schwanden, wurde der junge George Everest als sein Nachfolger bestimmt. 1843 erstreckte sich der "Große Indische Meridionalbogen" dann von der Südspitze bis nach Nepal, aber erst 1870 - Everest war da schon vier Jahre tot - war jede Region Indiens auf der Karte festgehalten. Die Rezensentin lobt die gewissenhafte Recherche des Autors, der das Mammutwerk und die enormen Schwierigkeiten bis zu seiner Fertigstellung "ebenso anschaulich wie detailliert nachzeichnet". Und außerdem werde der Leser "wie nebenbei" in die komplizierten Geheimnisse der Geodäsie eingeführt.
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