Er war genialer Physiker, knackte Safes, fand die Ursache für die Challenger-Katastrophe und spielte für sein Leben gern Bongo-Trommeln. John und Mary Gribbin erzähle das exemplarische Leben des Nobelpreisträgers Richard Feynman. Aus dem Amerikanischen von Thorsten Schmidt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.04.2000
Hartmut Hänsel zeigt sich wenig begeistert von John und Mary Gribbins Biografie des berühmten Physikers Richard Feynman. Er bemängelt die fehlende Verknüpfung der zugegeben reichlich zusammengetragenen Fakten zu Feynmans Leben und Werk und kritisiert außerdem, dass in die bahnbrechenden Arbeiten des Physikers nur oberflächliche Einsichten geboten werden. Die bereits in zwei Bänden veröffentlichten autobiografischen Anekdoten seien um vieles frischer und vermittelten zudem ein "authentisches Stimmungsbild der Zeit" - was Hänsel den Gribbins nicht attestieren kann. Von Feynman könnten die Biografen, was ihre eigenes Arbeitsgebiet angehe, "noch etwas lernen".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.04.2000
Susanne Wedlich zeichnet in ihrer Kritik recht deutlich - wenn auch vielleicht nicht absichtlich - nach, wie es ihr beim Lesen dieser Biografie ergangen ist. In den ersten Kapiteln geht ihr der anhimmelnde Ton der Autoren auf die Nerven und die "kritiklose" Nacherzählung längst bekannter Episoden. Die meisten Figuren in dem Buch seien "blutleer". Besonders an der Darstellung der Ehefrauen nimmt sie Anstoß. So charakterisieren die Autoren Feynmans zweite Frau als `blonde Sexbombe`. Die nächsten Kapitel, erzählt Wedlich, beschreiben die wissenschaflichen Arbeiten Feynmans, der für seine Forschungen in der Quantenelektrodynamik 1965 den Nobelpreis erhielt. "Harte Kost", stellt die Rezensentin fest, noch dazu "ohne didaktisches Genie" vorgetragen. Sie atmet erleichtert auf, als sich die Autoren wieder dem Privaten zuwenden. Und siehe da - was ihr vorher auf die Nerven ging, gefällt ihr jetzt: plötzlich "gewinnen die Personen an Tiefe".
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