John Cassidy

Der Kapitalismus und seine Kritiker

Eine Geschichte von der Industriellen Revolution bis zur Künstlichen Intelligenz
Cover: Der Kapitalismus und seine Kritiker
Propyläen Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783549100332
Gebunden, 816 Seiten, 39,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen voin Klaus-Dieter Schmidt. Wie lässt sich eine gerechtere, zukunftsfähige Gesellschaft denken? Diese zentrale Frage beschäftigt Kapitalismuskritiker seit Jahrhunderten. Rasant und gewinnbringend porträtiert John Cassidy die wichtigsten Ideen, die vor 250 Jahren genauso relevant waren wie heute: von der überraschenden Kolonialkritik Adam Smiths über Rosa Luxemburgs sozialistische Utopie bis zu den ökologischen Visionen des indischen Ökonomen J. C. Kumarappa. Ein Buch, das erklärt, warum der Kapitalismus immer wieder neue Krisen produziert und seinen Kritikern immer wieder Argumente liefert.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 17.04.2026

Rezensent Martin Hubert empfiehlt das Buch des Wirtschaftsjournalisten John Cassidy als abwägendes Nachschlagewerk der Kapitalismuskritik. Versammelt sind Systemkritiker und Reformer, Frauenrechtler und auch Verteidiger eines bestimmten Kapitalismus wie Milton Friedman, so Hubert. Allen erteilt der Autor das Wort, zeichnet den jeweiligen zeithistorischen Hintergrund, die Phase des Kapitalismus und theoretische Einflüsse, so Hubert. Das alles hat durchaus erzählerische Qualitäten, findet er. Vor allem aber lernt der Leser laut Hubert die großen Linien der Kapitalismuskritik wie auch fast vergessene Kritiker wie die Sozialistin Flora Tristan kennen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 27.03.2026

Rezensent Benjamin Knödler ist zunächst skeptisch, ob eine Geschichte des Kapitalismus ausgehend von der Kritik am Kapitalismus gelingen kann. John Cassidys Buch überzeugt ihn mit einer Darstellung der vielfältigen Kritikansätze von links wie von konservativer Seite. Von Adam Smith über Marx bis Friedrich Hayek und Anna Wheeler reichen die mal bekannten, mal weniger bekannten Theoretiker, deren Leben und Denken der Autor gut verständlich vorstellt, lobt Knödler. Sichtbar werden dabei für den Rezensenten gewisse Kontinuitäten, wie die Kritik an einer zu großen Nähe zwischen Macht und Kapital.

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