Mama sagt, dass ich nicht darf. Aber ich will, ich will, ich will. Zum Beispiel: laut Musik hören, die Wand anmalen, Cola trinken und auf dem Bett herumhopsen, bis es auseinander kracht. Ich habs. Ich baue eine Rakete und schicke Mama auf den Mond. Aber wer erzählt dann die Gutenachtgeschichte? Von John A. Rowe, dem Meister des skurrilen Humors illustriert, erzählt Karl Rühmann eine verrückte Geschichte, die man immer und immer wieder verschlingt
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.03.2002
Zu "konsequent unbequem" sind die anarchischen Bilderbücher Rühmanns, als dass erziehende und daher der Anarchie ausgelieferte Eltern sie kaufen würde, vermutet Horst Künnemann. Und das, obwohl die Bücher schon alle möglichen Preise gewonnen haben. Auch die Geschichte von einem kleinen maskierten Dauer-Wüterich mit Loch im Strumpf, der seine Mutter auf den Mond schießt, handle wieder von der üblichen Aufmuckerei in Rühmanns Geschichten. Einen drastischen Ausdruck erhalte dieses Toben durch den karikierenden Cartoonstrich und eine freche Farbigkeit. So frech, das Kind ohne Gutenachtgeschichte ins Bett gehen zu lassen, sei jedoch auch Rühmann nicht, der dazu die Mutter wieder vom Mond hole.
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