Der österreichischen Grafikerin Lisbeth Zwerger, mit nationalen und internationalen Preisen "überschüttet", ist mit der Gestaltung des Tschaikowsky-Balletts Schwanensee etwas ganz "Wunderschönes" gelungen, schwärmt Horst Künnemann. Das "Künstlerbilderbuch" mit "leichtfüßig-schwebenden" Aquarellen der Grafikerin ist, informiert der Rezensent, zum 90. Geburtstag des Verlagsgründers Friedrich Neugebauer erschienen, mit einer edlen Typografie, Schutzumschlag und in "Ganzleinen gehüllt" ausgestattet und wird die Herzen aller Sammler höher schlagen lassen, mutmaßt Künnemann. Trotzdem sei es auch für Kinder geeignet, meint der Rezensent, denn dem Buch ist auch noch eine CD beigelegt, auf der Gerd Haucke "in gelassenem Tonfall" die Geschichte erzähle und die ursprünglich orchestrale Ballett-Musik etwas "gewöhnungsbedürftig", weil "sanft auf Kammerton gestimmt", als Duett zwischen Harfe und Oboe" erklinge, berichtet Künnemann.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.11.2002
Der Rezensent mit dem Kürzel "tin" findet Lisbeth Bergers neue Aufbereitung von Tschaikowskys Schwanensee als illustrierte Erzählung richtig gelungen. Ihr gefällt sowohl die Erzählung, die besonders gut aufgrund ihrer "liebevollen, leisen Ironie gegenüber der schillernden Fabel" funktioniert als auch die Illustrationen, die aufgrund "der betonten Körperlichkeit der Figuren [?] voller Bewegung" sind. Die Bilder werden trotz aller Innovation den ästhetischen Traditionen des Schwanensees, zum Beispiel dem Spiel mit Hell und Dunkel, gerecht. Auch die Musik wird nach Meinung des Rezensenten auf der beiliegenden Audio-CD in der Bearbeitung für Oboe und Harfe angemessen gewürdigt. In den Augen des Rezensenten ist diese Neubearbeitung auf jeder Ebene richtig gelungen.
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