Peter Henning nutzt seine Besprechung zu einer allgemeinen Preisung des "insgesamt viel zu wenig gelesenen" Hermanns und seiner feinziselierten Literatur, die bedauerlicherweise "an den angeblichen Bedürfnissen des so genannten großen Lesepublikums vorbei" ziele. Henning nennt den Autor einen "Meister der literarischen Miniatur" und hellwach registrierenden Kommentator "unserer wild durchschossenen Wirklichkeit", lobt dessen Werk als eines, das in seiner "Flüchtigkeit, ja vermeintlichen Ungreifbarkeit seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Reiz besitze" und meint, darum gelte auch für dieses neue Buch selbstredend wieder, was Golo Mann 1987 angesichts von Hermanns Prosadebüt fragte: "Wie sollen wir diese Lesestücke benennen, wie charakterisieren? Poetische Prosa? Magischer Realismus? Träume, die Wirklichkeit vortäuschen?" Dann aber setzt der Rezensent doch noch einmal zu einem seiner zahlreichen Versuche an, den schwer zu fassenden Reiz dieser Literatur einzukreisen: Hermann zelebriere von jeher eindrucksvoll das, was William Faulkner einmal das "Tanzen auf der Stelle" nannte: ein literarisches In-sich-Kreisen, das seine subtilen Ekstasen ganz der Konzentration aufs Detail verdanke.
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