Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2000
Ernst Horst, offensichtlich ein Naturwissenschaftler, dem die FAZ diese geisteswissenschaftliche Dissertation aufgab (diese Zeitung sagt ja nie dazu, wer die berühmten Männer sind, die für sie schreiben) beugt sich mit der Jovialität des heute besser Wissenden über die naturwissenschaftlichen Überlegungen des 18. Jahrhunderts und kann sich gar nicht genug daran delektieren, dass man etwa glaubte, Elektrizität könne Unfruchtbarkeit heilen. Im Grunde begnügt sich die Rezension mit der Aufzählung solcher Kuriosa, die aber eine Schwäche des Buchs widerzuspiegeln scheint, denn glaubt man Horst, so lässt der Autor bei aller Materialfülle, die er ausbreitet, einen leitenden Gedanken vermissen. Was man allenfalls erfährt, ist, dass sich bestimmte Disziplinen wie etwa Musiktheorie und Physik, die seit der Antike nicht zu trennen waren, in dem Zeitraum, den der Band beschreibt, zu eigenen Disziplinen entwickelten.
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