Klappentext
Wir schreiben das Jahr 20 nach dem mysteriösen "Ereignis", welches den Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Es trat im ersten Band ("That's life in Dystopia") von Johanna Grillmayers Trilogie ein und stellte eine kleine Gruppe verschont Gebliebener rund um Jola vor die Herausforderung, ihr Dasein auf neue Beine zu stellen.Sie waren damals Anfang zwanzig, jetzt haben sie die vierzig überschritten. Eine tiefgreifende Entscheidung Jolas bringt ein Zerwürfnis mit einem der "Papas", Jakob. Schicksalsschläge, darunter die schwere Erkrankung eines Familienmitglieds, verlangen der Gruppe viel ab. Dass die mittlerweile fast erwachsenen Kinder in Sachen Sex, Liebe und Berufsausbildung experimentieren, trägt auch nicht gerade zur Entspannung bei. Ein brutaler Überfall stellt Dorfchefin Em vor eine schreckliche Wahl. Und Jola muss sich darüber klar werden, was einen guten Mann ausmacht und welchem ihre Liebe gilt ...
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 04.10.2025
Auch der dritte Teil der postapokalyptischen Trilogie Johanna Grillmayers gefällt Rezensent Maximilian Mengeringhaus. Die Bücher sind alle in einer Zukunft nach einem nicht näher spezifizierten Ereignis angesiedelt, dem ein Großteil der Menschheit zum Opfer fiel, die Überlebenden versuchen sich durchzuschlagen, die Handlung der Romane ist im österreichischen Burgenland angesiedelt. Im Abschlussroman der Saga ist die neue Weltordnung bereits 20 Jahre alt, erfahren wir weiter, Hauptfigur ist immer noch Jola, die, wie ihre Freundin Ali, mangels Verhütungsmitteln vielfache Mutter ist, die Männer kommen und gehen in ihrem Leben, um zwei davon, Marek und Jakob, entspinnt sich eine Liebesgeschichte. In der Welt, in der der Roman spielt, rotten sich die Menschen inzwischen wieder zu etwas größeren Siedlungen zusammen und es gibt einen Streit zwischen Traditionalisten, die an der Zeit vor der Katastrophe hängen und Progressiven, die die Welt, in der sie leben, verändern wollen. Insgesamt, stellt der Rezensent klar, interessiert sich die Autorin weniger für hollywoodtaugliches Zukunftsspektakel, sondern für zwischenmenschliche Nuancen, für Freundschafts-, Sorge- und Liebesbeziehungen. Ein bisschen zu viel packt Grillmayer in diesen letzten Band der Reihe, meint Mengeringhaus, der dennoch die neuen Abenteuer der ihm inzwischen vertrauten Figuren wieder sehr gern verfolgt.