Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 10.10.2001
Zwei Gedichtzyklen enthält der vorliegende Band, schreibt Jan Wagner und tut den ersten, kürzeren, als selbststilisierend und den Klischees zuarbeitend ab. Im zweiten, titelgebenden Zyklus setze sich Lippet mit seiner Heimat ins Verhältnis, lobt Wagner, ein dichterisches Unternehmen mit fester Struktur entlang dem Alphabet, dem Banater Wörterbuch und dem Wortschatz von Lippets Urgroßmutter. Wagner gefallen diese 24 Gedichte, die einen großen Sprachreichtum entfalten und Erinnerung und Identität des Autors rumänischer Herkunft ausloten. Dennoch findet Wagner die Passagen in den oft alliterierenden Gedichten am überzeugendsten, die von der lexikalischen Struktur frei sind und diese Wanderung durch die heimatliche Sprache bzw. sprachliche Heimat "alleine fortsetzen".
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