Jörg Rüpke

Pantheon

Geschichte der antiken Religionen
Cover: Pantheon
C. H. Beck Verlag, München 2016
ISBN 9783406696411
Gebunden, 559 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Dieses umfassende, reich bebilderte Werk zur Geschichte der antiken Religionen eröffnet einen neuen Zugang zur Alten Welt. Im Zentrum der faszinierenden Darstellung steht der Zeitraum vom Beginn des ersten Jahrtausends v. Chr. bis zur Ausbreitung des Christentums in der Spätantike. Der international renommierte Religionswissenschaftler Jörg Rüpke erzählt hier unter anderem von der Errichtung der ersten monumentalen Grabanlagen in Etrurien, von Tempelbauprojekten, von Priestern, Gläubigen und Ritualen, vom Kaiserkult und von den Versuchen Intellektueller, Religion in Wissen zu verwandeln. Er schaut, wo immer möglich, Frauen und Männern über die Schultern, die religiöse Erfahrungen in dunklen Heiligtümern oder vor Hausaltären machten, durch Gebet und Inschriften über den eigenen Tod hinaus in Erinnerung bleiben wollten oder beispielsweise nicht verstanden, warum ein neuer Gott von ihnen Verhaltensänderungen im Alltag erwartete. So eröffnet er seinen Leserinnen und Lesern das ungewöhnliche Panorama eines ebenso bedeutenden wie fremden Lebensbereichs der Antike.  

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.12.2016

Der rezsensierende Ethnologe Karl-Heinz Kohl ist zufrieden mit Jörg Rüpkes neuem Buch, auch wenn das zunächst ein wenig anders klingt: Den Untertitel "Geschichte der antiken Religionen" findet der Kritiker irreführend, gehe es doch allein um römische Religionsgeschichte, erklärt er. Dass Rüpke bereits Bücher zum Thema veröffentlicht hat, sieht ihm Kohl ebenso nach wie den anfänglichen Gebrauch von kommunikationstheoretischen oder gegenwartssoziologischen Begriffen wie etwa "Akteure", "Netzwerke" oder "kollektive Identitäten". Denn der Autor reichert sein Buch bald mit so vielen neuen Einsichten, kleineren Erzählungen und neuen archäologischen Funden an, dass der Kritiker anfängliche Misstöne bald vergisst. So erfährt Kohl hier etwa, dass die aufwändigen Formen religiösen Handelns schon früh der Sphäre sozialer Distinktion dienten oder, dass der Monotheismus im Hinblick auf die Vielzahl verschiedener religiöser Strömungen den Römern wie eine Befreiung erschien. Ein ebenso "anregendes" wie provokatives Buch, lobt der Rezensent.
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