Die vorliegende Quellensammlung dokumentiert erstmals umfassend die intellektuelle Kontroverse zwischen Heiden und Christen während der ersten Jahrhunderte. Anhand repräsentativer Texte werden in historisch-systematischer Gliederung zunächst die verschiedenen Anlässe, Phasen und Protagonisten der Auseinandersetzungen vom 2. bis 5. Jahrhundert vorgestellt, anschließend die unterschiedlichen Argumentationsstrategien und Hauptthemen des zwischen Christengegnern und Apologeten ausgetragenen Disputs veranschaulicht. Die Fremdwahrnehmung des frühen Christentums und dessen argumentative Begründung des eigenen Wahrheitsanspruchs kommen dabei ebenso zur Sprache wie die religiös-philosophischen Hintergründe der Kritik, die heidnische Denker gegen jenes christliche Selbstverständnis formulierten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2005
Der Autor ist Kirchenhistoriker, informiert Wolfram Kinzig, und vor ein paar Jahren habe er ein Handbuch der kirchlichen Apologetik veröffentlicht, das mittlerweile zum Standardwerk geworden sei. Das Quellenbuch zum Handbuch liegt nun auch vor, zu einem Preis, der allerdings nur gut betuchte Leser oder institutionelle Stellen zum Kauf animieren dürfte. Vom Aufriss her folgt der Quellenband dem Handbuch, das heißt man kann die beiden Bände nebeneinander legen und beim jeweiligen Stichwort den Originaltext in guter Übersetzung nachlesen, ergänzt um eine Einleitung und Anmerkungen. Noch reizvoller erscheint es Kinzig, sich auf die Quellentexte allein einzulassen, und ironisierend merkt er an, wenn man eins dem Band vorwerfen müsse, dann dass er nicht umfangreich genug sei (800 Seiten!). Friedrowicz habe sich vor allem auf die Texte der frühen Christen konzentriert, die ihre Religion gegen den Paganismus verteidigten und ihrerseits heftige Anfälle der Intoleranz gegen die Heiden bekamen. Dennoch sei es unrichtig, resümiert Kinzig seine aufgefrischte Kenntnis der Quellen, das Christentum pauschal für Obskurantismus und Intoleranz gegenüber Andersgläubigen verantwortlich zu machen. Friedrowicz habe gute philologische Arbeit geleistet.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…