Jochen-Christoph Kaiser (Hg.)

Zwangsarbeit in Kirche und Diakonie 1939 - 45

W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2005
ISBN 978317018349
Kartoniert, 464 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Es ist davon auszugehen, dass auf dem Gebiet des Deutschen Reiches zwischen 1939 und 1945 rund 11,8 Millionen ausländische Arbeiter und Arbeiterinnen unter Zwang beschäftigt wurden, davon 10.000 bis 15.000 im Raum von Diakonie und Kirche. Auf Anforderung von Arbeitskräften bekamen ihre Einrichtungen Ausländer zugewiesen, deren rechtlicher Status sich im Laufe des Krieges mehr und mehr verschlechterte. Kirchlicherseits besaß man so gut wie kein Bewusstsein, dass hier Menschen beschäftigt wurden, die ihre Arbeit unter Zwang leisteten und dafür sehr wenig Lohn erhielten. Mit den Beiträgen des vorliegenden Bandes, basierend auf dem Marburger Projekt zur Erforschung der Zwangsarbeit im Raum der Kirche, wird das Thema historisch aufgearbeitet, es werden aber auch aktuelle Fragen wie Entschädigung und Versöhnung berücksichtigt.
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