Aus dem Englischen und mit einem Vorwort von Antje Rávik Strubel. Die Christians gehören zu den reichsten und mächtigsten Familien auf Hawaii. Inez Victor, verheiratet mit einem US-Senator, führt hier ein glanzvolles Leben: öffentlich an der Seite ihres Mannes, der als Präsidentschaftskandidat für die demokratische Partei antritt, und heimlich an der Seite ihres Geliebten, der sein Geld als Waffenhändler verdient. Hinter den Fassaden von Erfolg und Glamour nimmt eine Familientragödie ihren Lauf, bestimmt von Affären, Extravaganzen und Lebenslügen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.09.2024
Rezensent Tobias Döring konzentriert sich in seiner Besprechung dieser Neuausgabe des Romans Joan Didions vor allem auf die Differenzen der neuen Übersetzung Antje Rávik Strubel zur alten Karin Grafs. Vom Buch selbst erfahren wir nur, dass es unter anderem um die Begegnung eines Agenten namens Jack und einer 17jährigen namens Ines geht und dass der Titel ironisch gemeint ist, weil es in dem selbstreflexiven Buch gar nicht um die politische Sphäre geht, sondern um die privaten Verstrickungen dahinter. Döring zufolge ist die neue Veröffentlichung insofern nicht ganz koscher, als sich Strubels Übersetzung stark an diejenige Grafs anlehnt und nur hier und da neue Akzente hinzufügt. Hier wurde also eher eine bestehende Übersetzung geupdated als neu übersetzt, meint der Rezensent, der den Namen Karin Graf nicht vergessen sehen möchte.
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