3 CDs. Sonderausgabe. Gesamtlaufzeit 218 Minuten. Die 1842 erschienene Novelle von Jeremias Gotthelf hat auch im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Faszination verloren. Es ist Sonntag, ein Kind wird getauft, die Taufgesellschaft lagert sich um einen Baum. Auf den "wüsten, schwarzen Fensterpfosten" seines Hauses angesprochen, erzählt der Großvater die Geschichte vom Satanspakt der Christine, die die Seele eines noch ungetauften Kindes dem Teufel verspricht und in eine schwarze Spinne verwandelt wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.05.2006
Martin Z. Schröder ist geradezu außer sich vor Entzücken über diese Hörbuchfassung von Jeremias Gotthelfs 1842 erstmals erschienenen Novelle "Die Schwarze Spinne". Selbst an Stephen King geschulte Gruselfreunde werden bei diesen drei CDs vor Entsetzen die "Knabberkrümel aus dem Mund fallen", da ist sich der Rezensent sicher, was er nicht zuletzt auch dem Sprecher Fritz Lichtenhahn anrechnet. Denn das "miasmische Grauen", das dem Text über Christine innewohnt, die vom Teufel in eine schwarze Spinne verwandelt wird und zur tödlichen Gefahr für Menschen und Tiere wird, setzt der Sprecher "kongenial" um und hält damit seine Hörer in "Daueranspannung". Damit lasse Lichtenhahn die "Verzauberung wieder erstehen", die zu Zeiten der mündlichen Überlieferung die Hörer von Geschichten in Bann geschlagen habe, lobt Schröder, der schließlich vollends entzückt von der "überwältigenden Herrlichkeit" dieses Hörbuchs schwärmt.
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