Jens Harder

Beta

Civilizations. Teil 1
Cover: Beta
Carlsen Verlag, Hamburg 2014
ISBN 9783551789891
Gebunden, 352 Seiten, 49,90 EUR

Klappentext

"BETA" beginnt mit der Geschichte der Säugetiere und Urmenschen und endet mit dem Beginn unserer Zeitrechnung. In über 2000 Bildern erzählt Harder von den Ideen und Vorstellungen - den Bildern, die sich die Menschen von der Natur und Kultur gemacht haben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.06.2014

Christian Gasser zeigt sich von der Fortsetzung von Jens Harders Comic-Weltgeschichte begeistert und völlig mitgerissen vom Strom der Bilderflut, die ihm in intelligenter Diachronie die Entwicklung der Menschheit vom ersten Auftauchen der Hominiden bis zur Geburt Jesu Christi vor Augen führt. Die Lücken und Auslassungen, zu denen es beim Zusammenraffen von vier Millionen Jahren in 2350 Bildern zwangsläufig kommt, sieht der Rezensent wettgemacht durch die geschickten Verlinkungen, Verweise und Vernetzungen sowie die ansteckende Leidenschaft des Zeichners. Gassers Freude beschränkt sich jedoch keineswegs auf den vorliegenden Band: feierlich verkündet er, dass der dritte Teil "Beta. Civilisations, Teil 2" bereits in Arbeit ist und 2020 erscheinen soll.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 11.03.2014

Nach Jens Harders preisgekrönter dreibändiger Comic-Reihe "Alpha" ist nun mit "Beta. Civilisations Vol. 1" ein neuer, fast noch besserer Band des Ausnahmekünstlers erschienen, jubelt Rezensent Thomas von Steinaecker, der seine Begeisterung kaum in Worte fassen kann. Abermals widmet sich Harder in seinem Heft nicht weniger als 14 Milliarden Jahren Weltgeschichte, berichtet der Kritiker, der sich hier genussvoll von den Dinosauriern bis zur Geburt Jesu bewegt und sich darüber hinaus nicht an Harders Kunst, Kopien des visuellen Kanons neu zu kombinieren, satt sehen kann. Wenn Bilder von Affengottheiten mit Jesus, Elvis oder Hitler überblendet oder Gemälde von Pollock und Malewitsch mit Höhlenmalerei kontrastiert werden, wird nicht nur Steinaeckers Schaulust bedient, sondern er erlebt auch zahlreiche Überraschungen. Ein Meisterwerk, das in seiner "Monumentalität" an kein anderes aktuelles Langzeitprojekt heranreicht, urteilt der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.02.2014

Andreas Platthaus schaut auf die Welt, wie der Zeichner und Autor Jens Harder sie sieht, wie der Mensch sie sieht. Und sie gefällt ihm. Da ist es auch gleich, was genau Harder hier eigentlich vorlegt - ein Geschichtsbilderbuch, ein Comic? Harder sucht nach Bildern des kollektiven Gedächtnisses, zeichnet sie ab und bringt sie in seinen ganz eigenen Zusammenhang, der eine Geschichte der Menschheit darstellt, wie Platthaus erläutert. Der vorliegende erste Teil des zweiten Bandes von Harders dreibändig projektiertem Großprojekt endet mit Jesu Geburt. Halt in der Flut der Bilder gibt dem Rezensenten die Hand des Zeichners sowie sein montageartiges Erzählen, wobei der Text klar zweitrangig ist, wie Platthaus feststellt. Wirkung hat das allemal, als subtil gemachtes, sehr poetisches Lehr- und Zeigebuch der Kunst, Religion und Wissenschaft, an dem sich der Rezensent jedenfalls nicht sattsieht.

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