1 CD mit 76 Minuten Laufzeit. Jeanne-Antoinette de Pompadour (1721-1764) wurde bereits zu Lebzeiten zur legendären Figur. Die Tochter eines Armeelieferanten und Geliebte des Königs von Frankreich ist eine Ikone für Schönheit und Raffinesse geblieben. Der Aufstieg Madame de Pompadours aus dem Bürgertum zu einer der mächtigsten Frauen Europas ist in ihren Briefen dokumentiert. Am Anfang war es ihr Freund Voltaire, der die Schreiben der faszinierenden Karrieristin korrigierte, die mit Fürsten und Philosophen und selbst mit dem Papst korrespondierte. Die maitresse-en-titre verstand es, jeder Situation mit unvergleichlichem Charme zu begegnen. In ihren Briefen spiegelt sich nicht nur ein beispielloses Leben, sondern auch eine der glänzendsten Epochen Europas. Die Korrespondenz Madame de Pompadours führt tödliche Spiele der Macht vor, gibt aber auch Auskunft über eine große Melancholikerin, deren Sehnsucht nach Ruhe sich nie erfüllte. Hans Pleschinski hat die lange Zeit auf Deutsch nicht greifbaren Briefe neu übersetzt. Es lesen Krista Posch, Gert Heidenreich und Horst Sachtleben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2008
Thomas Meissner hat sich verführen lassen von Madame Pompadours Briefen, die als Hörbuch von Hans Pleschinski nach der publizierten Buchversion gekürzt aufbereitet wurden. Die Briefe der Mätresse Ludwigs XV., die auf ihn und seine Regierung, wie auch das kulturelle Leben Frankreichs großen Einfluss genommen hat, finden als Hörbuch ihr adäquates Medium, so Meissner. Nur anfangs irritiert Meissner der Wechsel zwischen der historischen Erzählstimme Gert Heidenreichs und der Stimme Pompadours, die Krista Posch ihr leiht, doch schließlich überzeugt Meissner dieses Unternehmen. "Lehrreich, aber nie belehrend", so Meissner, wird das Leben der "Virtuosin der Macht" von Pleschinski thematisch und überaus spannend entfaltet.
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