Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2000
Franz Mauelshagen begeistert sich in seiner Rezension vor allem für den "virtuosen" Umgang des Autors mit den zahlreich zusammengetragenen Quellen. Engels hat, wie der Leser erfährt, in der Tat recht interessantes Material zum Thema Königsbilder ausgewertet: Sowohl Bittschriften an den König, Verhörprotokolle, "Spitzelberichte der Pariser Geheimpolizei über Promenaden- und Caféhausgespräche" und sogar das "Verhältnis von Texten und Melodien" in Liedern sind von Engels untersucht worden. Einen Schwerpunkt bilden nach Mauelshagen dabei zwei Aspekte: die Liebe des Volkes zum König und dessen Gesundheitszustand. Die Liebe wird - so der Rezensent - vom Autor als "politisches Gefühl" untersucht, die Krankheit des Königs hingegen werde als "Gefühlskatalysator" verstanden. Abgebildet wird der König selbst, wie Mauelshagen weiter referiert, lediglich "in offiziellen und in Idealbildern", die wenig von seiner Person verraten. Ein wichtiges Ergebnis ist für den Rezensenten Engels` Feststellung, dass "die Untergrundliteratur als vorrevolutionäre Kraft (...) nicht überschätzt werden" sollte. Zur "Desakralisierung" habe der Spott der Bürger kaum beigetragen.
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