Jason

Ich habe Adolf Hitler getötet

Cover: Ich habe Adolf Hitler getötet
Reprodukt Verlag, Berlin 2012
ISBN 9783941099951
Gebunden, 48 Seiten, 13,00 EUR

Klappentext

Stellen Sie sich vor, wir könnten die Dienste eines Auftragskillers völlig legal in Anspruch nehmen, wie die eines Arztes oder Anwalts. Stellen Sie sich ferner vor, ein Wissenschaftler würde einen dieser Mörder dingen, durch die Zeit ins Jahr 1939 zu reisen, um Adolf Hitler zu töten… Was, wenn nun Hitler dem Attentat entginge und seinerseits in die Gegenwart reiste - den Killer in der Vergangenheit zurücklassend? Kaum vorstellbar, wie Jason dieses Dilemma auflösen will. Gut, dass wir es in "Ich habe Adolf Hitler getötet" nachlesen können, in dem der Norweger mit trockenem Humor sämtliche Register seines erzählerischen Könnens zieht.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 24.03.2012

"Doppelter Buzzword-Alarm", ruft Michael Brake beim Lesen der neuen Graphic Novel von Jason, dem der Rezensent beste Kenntnisse in Sachen Parallelwelterzählungen attestiert: Einerseits geht es um Zeitreisen, andererseits um Adolf Hitler - und schließlich auch um ein Alternative-World-Berlin in den neunziger Jahren, in dem Auftragsmorde so beiläufig geschehen wie sie legal sind. Aber, atmet der Rezensent auf, es kommt dann doch ganz anders als man denkt: So nüchtern Jasons Stil und Seitenarchitektur, so wenig aufgeblasen ist die Dritte-Reich-Zeitreise-Geschichte, die von üblichem Nazi-Pulp-Zierrat offenbar ohnehin absieht. Während sich selbst Hitler irgendwann als bloßer MacGuffin für die Geschichte zu erkennen gibt, verdichtet sich der Verdacht des Rezensenten, dass es hier im Kern um die "ungeklärte Liebe" zwischen einem Auftragsmörder und seiner Exfreundin gehe. Wegen der "soghaften Lakonie", die dabei entsteht, mag Brake diesen Comic am Ende dann weit mehr als wegen Hitler oder den Science-Fiction-Plot.

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