Für Peggy Guggenheim war sie die First Lady Venedigs.1920: Die fünfundzwanzigjährige Margherita, die in ihrem Heimatstädtchen Treviso die Zeitungen austrägt, wird durch die Heirat mit dem adeligen Antonio Revedin zur First Lady Venedigs. Heute ist ihr Name vergessen: Doch Margherita verstand es, sich durch ihre unvoreingenommene Art zum Mittelpunkt einer sich neu erfindenden Stadt zu machen. Peggy Guggenheim wird ihre beste Freundin, und die Künstlerfeste auf der Terrasse des Hotel Excelsior, zu denen sie Greta Garbo, Coco Chanel, Clark Gable oder Pablo Picasso einlud, werden legendär. Jana Revedin erzählt mitreißend von den Schicksalsjahren Venedigs - und ihrer eigenen Familie.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 30.09.2020
Rezensentin Edelgard Abenstein lässt sich Venedig nahebringen mit dieser Romanbiografie von Jana Revedin. Die Architekturhistorikerin erzählt darin von der Großmutter ihres Mannes, der offenbar aus den allerbesten venezianischen Kreisen stammt. Jene Margarita stieg durch ihre Heirat in Italiens Adel auf, verkehrte mit Peggy Guggenheim, erfand angeblich die Filmfestspiele von Venedig und brachte mit der Mode von Coco Chanel auch ein bisschen Sachlichkeit in die Palazzi der Lagune. Rezensentin Abenstein moniert in Revedins Roman zwar hölzerne Dialoge und konturlose Figuren, aber am Ende hat sie diese moderne Aschenputtel-Version doch sehr gern gelesen.
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