James Montague

Sport. Macht. Milliarden.

Wie Saudi-Arabien den Weltsport gezielt zur geopolitischen Einflussnahme nutzt
Cover: Sport. Macht. Milliarden.
Copress Verlag, München 2026
ISBN 9783767913196
Kartoniert, 304 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sven Scheer. Mit "Sport. Macht. Milliarden." legt der britische Journalist James Montague eine umfassende Reportage über Saudi-Arabiens sportpolitische Einflussnahme vor. Das Buch folgt der Frage, warum ein autoritär regiertes Land bereit ist, Milliardenbeträge in Fußball, Golf, Formel 1, eSports und Boxen zu investieren und welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ziele damit verbunden sind. In den vergangenen Jahren kaufte Saudi-Arabien sich mit Milliardeninvestitionen in Fußball, Motorsport, Boxen, eSports und Golf an die Spitze des Weltsports. James Montagues Buch zeigt: Was wie eine globale Sportstrategie aussieht, ist in der Realität eine präzise geplante Machtdemonstration. Durch die Saudi Pro League, die Übernahme von Newcastle United und die FIFA-WM 2034 instrumentalisiert das autoritär geführte Königreich Sport als Mittel politischer Einflussnahme.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 27.06.2026

Über Saudi-Arabiens Machenschaften mit der Fifa ist Rezensent und Sport-Journalist Stephan Klemm prinzipiell im Bilde, aber die Details über die Abläufe, die er bei James Montague zu lesen bekommt, schockieren ihn trotzdem. So wurde etwa Saudi-Arabien als Ausrichtungsort der WM 2034 durch gezieltes Manipulieren des eigentlichen Rotationsprinzips auserkoren; ein andermal erfolgte die Ernennung nicht über Abstimmung, sondern durch "Applausspenden" in einem Zoom-Call, und auch anderweitig wurde einfach rücksichtslos gemauschelt, muss Klemm lesen. Generell arbeite der britische Autor "fulminant" heraus, wie Saudi-Arabien seit Jahren gezieltes "Sportwashing" betreibt, also mit Investitionen und großen Sportevents für das Land werben und, besonders abstoßend, von zwischendurch verübten politischen Gräueltaten (z.B. dem Mord an Jamal Khashoggi) ablenken will. Auch Fifa-Chef Gianni Infantino tritt dem Kritiker aus dieser Darstellung nochmals besonders deutlich als korrupter "Hofnarr" entgegen. Eine "augenöffnende" und gut recherchierte Darstellung einer ruchlosen Strategie, die leider aufzugehen scheint, schließt Klemm bitter.

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