Aus dem Amerikanischen von Stephen Tree. Alles begann im Jahr 1958. Jean Hilliker hatte sich von ihrem untreuen Ehemann scheiden lassen. Sie trank. Ihr Sohn James war zehn Jahre alt, lebte beim Vater, hasste und vermisste seine Mutter und wünschte ihr sogar den Tod. Drei Monate später wurde sie ermordet. Der Hilliker-Fluch ist das Bekenntnis eines Jägers, eines wie besessen Suchenden, eine Abhandlung über Schuld, aber vor allem ein Aufschrei. James Ellroy beschreibt schonungslos seine kaputte Kindheit, seine Jahre als Kleinkrimineller, sein Leben als Schriftsteller, seine Affären und Ehen, seinen Zusammenbruch und schließlich den Beginn der Beziehung mit einer Frau, die vielleicht die lang Gesuchte ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.07.2013
Christoph Schröder winkt ab: Was Thrillerautor James Ellroy aus seinem Hardboiled-Leben gemacht hat, erscheint dem Rezensenten, rein schreiberisch betrachtet, recht banal. Dabei hätte Ellroys Leben durchaus Stoff für eine hergegeben: Seine Mutter Jean Hilliker (Typ Rita Hayworth) wurde ermordet, als er zwölf Jahre alt war, drei Monate, nachdem er unter Beschimpfungen abgezogen ist, um lieber mit seinem Vater zu leben. Doch all die späteren Exzesse an Alkohol, Drogen und Frauen bleiben in dieser Autobiografie eine monotone Abfolge von Ekstasen und Abstürzen, das "Gehämmer von Sexsucht, Schlaflosigkeit, Fantasien und Paranoia" gingen dem Rezensenten irgendwann nur noch auf die Nerven. Da hat sich jemand ganz schön bequem in seinem Hardcore-Leben eingerichtet, stellt Schröder fest.
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