Frederick Forsyth

Outsider

Die Autobiografie
Cover: Outsider
C. Bertelsmann Verlag, München 2015
ISBN 9783570102664
Gebunden, 384 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Susanne Aeckerle. Frederick Forsyth war der jüngste Pilot der Royal Air Force, anschließend ein erfolgreicher Journalist an den Brennpunkten der Weltpolitik, bevor er seine Karriere als Autor mit einem Paukenschlag begann: "Der Schakal". Seitdem haben seine Thriller Maßstäbe gesetzt, denn sie sind so nah an der Wirklichkeit, dass man sie als Prophezeiungen lesen kann. Er nimmt die Leser mit auf eine Zeitreise, die für deutsche Leser besonders interessant ist. Nach dem Mauerbau berichtet Forsyth als Korrespondent aus Ost-Berlin. Dabei ist er auch dem amerikanischen Geheimdienst behilflich. Nur leider ist er bei seinen amourösen Abenteuern so unvorsichtig, dass er das Land Hals über Kopf verlassen muss.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.10.2015

Kurios fand Alexander Menden die Lektüre von Frederick Forsyths Autobiografie. Er habe sich vorgestellt, so schreibt der Kritiker, wie der ehemalige Kampfpilot der britischen Royal Air Force, BBC-Auslandskorrespondent und Bestsellerautor am Kamin eines Londoner Salons sitze und seine Anekdoten darbiete, die mal den Kalten Krieg zu neuem Leben erwecken, mal eine "Aneinanderreihung eher gemütlicher Vignetten" böten. Menden irritiert ein wenig, dass sich Forsyth dabei mitunter lange bei Details aufhalte, anderes hingegen zu schnell abhandle. Insgesamt fühlt sich der Rezensent aber gut unterhalten, offenbar auch wegen des "nassforschen" Tonfalls und weil die Erinnerungen seines Erachtens "von mehr als einem Hauch Selbstzufriedenheit" umweht sind.
Lesen Sie die Rezension bei buecher.de

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.09.2015

Rezensent Hannes Hintermeier schätzt die Thriller von Frederick Forsyth. Leider sind diese Erinnerungen des "Outsiders" nicht mit dem gleichen Spannungsbogen geschrieben wie "Der Schakal". Mit eher freundlichem Interesse liest der Rezensent über Forsyth als jungem Elitezögling, der in Universitäten, Stierkampfarenen und der Royal Airforce brillierte. Klar, dass die BBC für ihn als künftige Arbeitsstelle viel zu konformistisch war. Ein bisschen gelangweilt hat sich Hintermeier bei den Passagen über Forsyths glamouröses Leben als Erfolgsschriftsteller, auch hätte er gern mehr erfahren über die politischen Auseinandersetzungen des bekennenden Konservativer. Richtig aufgewacht ist Hintermeier dann bei Forsyths Einlassungen zum Biafra-Konflikt. Die Vorwürfe, die er zu diesem Kapitel der Weltgeschichte der britischen Politik machte, bergen für den Rezensenten echten Konfliktstoff.