Aus dem Englischen von Peter Torberg. John Wesley Hardin war ein mutiger Mann, der seine Waffe auf jene Soldaten richtete, die in den dunklen Tagen nach dem Bürgerkrieg in ganz Texas wüteten. Schon als junger Bursche hat er gegen das Unrecht gekämpft. Sicher, er hat Männer umgebracht, viele Männer - aber nur Männer, die versucht haben, ihn zu töten! Wer würde nicht dasselbe tun, wenn er nur den Mut und die Fähigkeiten dazu hätte? So sagten die einen. Die anderen sagten, er sei von Natur aus rebellisch gewesen, ein schwarzes Schaf. Nein, schlimmer - viel schlimmer. Von Grund auf böse. Ein geborener Killer. Eine gewalttätige Seele, beherrscht vom Stolz, der schlimmsten aller Todsünden. Seinen mörderischen Taten noble Absichten zu unterstellen hieße, Teufelshörnern einen Heiligenschein aufzusetzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 06.11.2015
John Wesley Hardin, der Pistolero, war ein waschechter Revolverheld, wenn auch mit einem etwas fragwürdigen Verhältnis zum Töten, berichtet Sylvia Staude. James Carlos Blake hat dem Pistolero jetzt einen gleichnamigen Roman gewidmet, so die Rezensentin. Um die fünfzig seiner Zeitgenossen lässt der Autor über das Leben Hardins erzählen, und das Bild, das sie zeichnen, wirkt weit weniger romantisch als der Mythos eines Robin Hood des Wilden Westens, verrät Staude, dafür gehe der Pistolero einfach zu beiläufig über Leichen. Bei Blake ist Hardin "ein äußerst lässiger Mörder" mit Publikumswirksamkeit, fasst die Rezensentin zusammen.
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