Istvan Dioszegi

Bismarck und Andrassy

Ungarn in der deutschen Machtpolitik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
Oldenbourg Verlag, München 2000
ISBN 9783486564532
Gebunden, 479 Seiten, 65,45 EUR

Klappentext

Aus dem Ungarischen von Albrecht Friedrich.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2000

Es empfiehlt sich, beim Lesen der Buchbesprechung einen Geschichtslexikon zur Hand zu haben. NZZ-Rezensent Peter Stadler führt den Leser recht minuziös durch die Verschränkungen ungarisch-österreichisch-deutscher Geschichte im ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Studie von Istvàn Diòszegi widmet sich offenbar dem Aufstieg und Niedergang des ungarischen Politikers Graf Julia Andrassy innerhalb von Österreich-Ungarn: 1871 wurde er vom Kaiser Franz Josef zum Premier- und Außenminister der Doppelmonarchie ernannt. Dies geschah nicht zuletzt, um Bismarck zu "beruhigen". Der Rezensent zeichnet dann viele Details in den Beziehungen dieser Länder durchblicken, wobei auch die Reaktionen Englands und Russlands nicht ausgespart bleiben. Allerdings habe der Autor als "außenpolitischer Historiker" die sozial-wirtschaftliche Wandlung Ungarns ausgeblendet. Dennoch wird das Buch als "ein fesselndes Doppelportrait" gelobt, das nicht zuletzt neue Einblicke in Bismarcks Außenpolitik ermögliche.