Isabelle Graw ist Herausgeberin der Zeitschrift Texte zur Kunst. In diesem Buch hält sie all jene Erlebnisse und Gedanken fest, die nicht in ihre kunsthistorischen Texte einfließen. Noch nie zuvor hat Graw direkter und offener zu ihren Leser*innen gesprochen als in diesen 162 Notizen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.02.2021
Rezensent Jens-Christian Rabe staunt, wie Isabelle Graw die Gefahren des "Denktagebuchs" umschifft, indem sie allerhand Zufälligkeiten des Alltags in echte Zeitgenossenschaft überführt. Ob die Herausgeberin der "Texte zur Kunst" über Waxing, Daft Punk, Biopolitik oder den Kunstmarkt schreibt, meist fühlt sich Rabe nicht allzu sehr in die Vergangenheit der zwischen 2014 und 2017 verfassten Notizen zurückgebeamt, sondern im Hier und Jetzt. Stark erscheint ihm die Fähigkeit der Autorin zur Selbstkritik, die aber nicht zur Ego-Nummer wird, wie er erleichtert feststellt.
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