Isabel Bolton

Wach ich oder schlaf ich

Roman
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 1999
ISBN 9783895610707
gebunden, 224 Seiten, 18,41 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Hannah Harders.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.05.2000

Sie gehörte zur Generation von Virginia Woolf und Djuna Barnes, und sie gehörte wie jene zur schriftstellerischen Avantgarde ihrer Zeit: Isabel Bolton, die 1946, mit 63 Jahren, nach etlichen Gedichtbänden und Kinderbüchern ihren ersten Roman herausbrachte. Kein Wunder also, dass die Barnes-Biografin und Übersetzerin Kyra Stromberg mit dieser Rezension betraut wurde. Stromberg sieht viele Ähnlichkeiten mit Woolf. Wie diese habe sich Bolton in ihrem New York-Roman, der im letzten Frühling vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs spielt, von der Technik des inneren Monologs leiten lassen und bediene sich des Mittels der zeitlichen Komprimierung und Dehnung über ein zeitliches Raster, das 24 Stunden im Leben dreier Figuren aus der New Yorker Reichenwelt umfaßt. Stromberg geht sowohl auf die Gemeinsamkeiten wie die Unterschiede zwischen der Amerikanerin Bolton und der Engländerin Woolf ein, hält Bolton aber durchaus Woolf für ebenbürtig. Die Übersetzung von Hannah Harders findet insgesamt lobende Erwähnung.
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