Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro - als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen - bei dem nur sie selbst wissen, was Wahrheit ist und was Lüge. Doch dann wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.
Rezensentin Angelika Ohland ist begeistert von Isabel Abedis Jugendroman "Isola". Dabei klingt die Idee des Buchs - zwölf Jugendliche auf einer einsamen Insel spielen, gefilmt von unzähligen Kameras, ein harmloses Mörder-Spiel, das Spiel gerät außer Kontrolle, es gibt einen echten Toten - für Ohland zunächst mal ziemlich fade. Aber die Lektüre des Buchs hat sie eines Besseren belehrt. So gelingt es der Autorin in ihren Augen wunderbar, das im Fernsehen gescheiterte Prinzip Big-Brother erfolgreich in ihrem Roman anzuwenden und daraus einen fesselnden, temporeichen Thriller zu machen. Zudem findet sie Abedis Jugendliche im Unterschied zu den Container-Insassen von RTL2 richtig spannend, nicht nur weil sie sich als intelligenter erweisen, sondern auch weil sie echte Charaktere sind und sich wirklich füreinender interessieren. Sie unterstreicht, dass das Buch dabei "ohne Weichspüler" auskommt, schließlich nehmen die Jugendlichen hier auch Drogen, haben Sex und suchen das Extreme.
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