Dieses Handbuch porträtiert über 600 Pianisten des 20. und 21. Jahrhunderts mit den wichtigsten biografischen Informationen und Diskografien und beschreibt deren pianistisches Profil, also die jeweils individuelle Kunst ihres Klavierspiels, in anschaulicher und allgemeinverständlicher Weise. So entsteht Eintrag für Eintrag das Mosaik einer großen Epoche der Interpretation von Klaviermusik. Die Diskografien stellen die charakteristischen, bis 2007 vorliegenden Aufzeichnungen zusammen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2008
Ein Handbuch nicht nur für Musikliebhaber, sondern auch für Pianisten, Manager, Agenten und Redakteure sieht Ellen Kohlhaas in diesem Band. Das Ansinnen der Macher, eine alphabetisch geordnete Sammlung von Pianistenprofilen jenseits von Musikideologien und Vermarktungstrategien anzubieten, findet Kohlhaas so ehrenwert wie sinnvoll, begreift sie Erfolg doch nicht im Brillieren als "Oktavenjupiter, Skalenpapst, Terzenritter, Trillerkönig", wie sie Hans von Bülow zitiert, sondern als Charakterdarstellung aus Instrument, Werk und Interpret. Dass sich die Autoren bei ihrer Auwahl und bei der ästhetischen Standortbestimmung der Musiker von Ernsthaftigkeit und kulturellem Verantwortungsbewusstsein leiten lassen, gefällt der Rezensentin dementsprechend gut. Zumal die Beurteilungen, wie Kohlhaas feststellt, erstaunlich treffsicher ausfallen, wenn auch zwangsläufig subjektiv. In der Summe ergibt die Rekonstruktion künstlerischer Wege für sie nicht weniger als das Panorama einer Klavierepoche und eine "unerschöpfliche" Möglichkeit der Orientierung.
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