2 CDs mit 107 Minuten Laufzeit. Gelesen von Inger Christensen und Hanna Schygulla. Aus dem Dänischen übersetzt von Hanns Grössel. In deutscher und dänischer Sprache lesen Inger Christensen und Hanna Schygulla die Gedichte "Das Schmetterlingstal", "Wassertreppen" und vor allen Dingen das "Alfabet" - nach den Regeln der Fibonacci-Zahlen legt Christensen darin ein Inventar der Welt an. Behutsam errichtet sie darin, bei A beginnend, ein poetisch-präzises Weltgebäude.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2008
Ganz und gar hingerissen ist der Rezensent Harald Hartung von dieser Hör-CD, auf der die dänische Lyrikerin und langjährige Nobelpreiskandidatin Inger Christensen erst selbst die Gedichte "alfabet" und "sommerfugledalen" vorträgt - das klingt in den Ohren Hartungs wie reine "Sprachmusik". In Deutschland sei Christensen, schon weil sie als "experimentell" gelte, noch weit weniger anerkannt als in ihrer Heimat. Diese Edition wäre, so Hartung, eigentlich eine schöne Gelegenheit, das zu ändern. Nicht zuletzt, weil auch Hanna Schygullas Lesung der deutschen Übersetzung des Sonettenkranzes "Schmetterlingstal" durch Klarheit voll und ganz zu überzeugen wisse: Christensens Lyrik wird so, meint Hartung, in ihrer philosophischen Dimension hörbar. Eine höchst erfreuliche Überraschung auch für den Kenner sei der wenig bekannte Text mit dem Titel "Wassertreppen", den Hartung in den höchsten Tönen lobt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2007
Rezensent Martin Z. Schröder ist hin und weg von Inger Christensens Lyrik-Hörbuch "Das Schmetterlingstal". Er sieht darin nichts weniger als "perfekte Hörbuch", das alles bietet, was er sich wünscht. Die dänische Dichterin liest zu seiner Freude die Gedichte "Alfabet" und " Das Schmetterlingstal", was sich für ihn wunderbar "zart, weich, melodisch anhört. Aber auch Hanna Schygullas Vortrag des von Hanns Grössel glänzend übersetzten "Schmetterlingstals" sowie der "Wassertreppen" hat ihn ganz bezaubert. Als "Herrlichkeit", "überwältigend schön" preist er Schygullas Vortrag. Und schließlich hat ihn auch das Booklet, das einen instruktiven Essay von Durs Grünbein über Christensen bietet, rundum überzeugt.
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