Igor Levit, Florian Zinnecker

Hauskonzert

Cover: Hauskonzert
Carl Hanser Verlag, München 2021
ISBN 9783446269606
Gebunden, 304 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Igor Levit gehört zu den besten Pianisten seiner Generation. Doch sein Wirken geht weit über die Musik hinaus: Er erhebt seine Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Art von Menschenhass. Er engagiert sich für den Klimaschutz und tritt für die Demokratie ein. Was treibt ihn an? Woher rührt seine Energie? Der Journalist Florian Zinnecker begleitet Igor Levit durch die Konzertsaison 2019/20. Gemeinsam erleben sie eine Zeit der Extreme. Es ist das Jahr, in dem Levit öffentlich Partei gegen Hass im Netz ergreift und dafür Morddrohungen erhält. Das Jahr, in dem er für Hunderttausende Hauskonzerte auf Twitter spielt. Und das Jahr, in dem er zu sich selbst findet - als Künstler und als Mensch.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 08.05.2021

Für Rezensent Manuel Brug ist das mit Hilfe von Florian Zinnecker verfasste Buch des Pianisten Igor Levit eine Art Pianisten-Aktivisten-Memoir oder Pandemie-Tagebuch. Zu lesen ist darin laut Rezensent, was der Musiker während des Lockdowns erlebt, wie er Home-Konzerte gibt, sich zu Beethoven äußert, was er an Huldigungen und Schmähungen erfährt und wie er sich musikalisch entwickelt. Das ist für Brug manchmal zu langatmig, in seiner biografischen Offenheit und collagehaften Anordnung aber auch oft genug spannend, lustig und tiefsinnig.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.04.2021

Ziemlich begeistert zeigt sich Rezensent Gustav Seibt von der Begeisterung, mit der Florian Zinnecker über den und mit dem so begeisterungsfähigen Pianisten Igor Levit dessen Leben und Alltag beschreibt. Herausgekommen ist laut Kritiker ein außerordentlich lesbares Buch sowohl über Musik und ihre großartige Interpretation als auch über bürgerliches Engagement, denn Levit lebe so oder so in "derselben" Welt wie seine Zuhörer und habe kein Interesse am Darüberschweben. Dass nicht nur antisemitische Angriffe den so offen mit seinem Leben und seiner Kunst umgehenden Pianisten verletzen, sondern auch Kritik an seinem Spiel, könne man hier noch einmal "erfahren", so der Rezensent in Anspielung auf jene Kritik, für die sich die SZ höchstselbst anschließend entschuldigte.

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