Ignacio Garcia-Valino

Der kirschrote Schuh

Roman
Cover: Der kirschrote Schuh
Luchterhand Literaturverlag, München 2001
ISBN 9783630870854
Gebunden, 318 Seiten, 21,47 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Matthias Strobel. Ausgangspunkt der Geschichte ist eine Bar, in der sowohl Sergio als auch Juan irrtümlich glauben, mit Sara allein verabredet zu sein. Alle drei trinken immer mehr. Als sie schließlich nachts im Madrider Stadtpark ein Ruderboot kapern, lassen Sergio und Juan Sara einen Augenblick aus den Augen, und plötzlich treibt das Boot leer auf dem See, nur Saras kirschroter Schuh liegt darin. Nun beginnt eine verzweifelte Suche. In einem immerwährenden Rededuell verfangen, klappern Juan undSergio die Orte ab, an denen sich Sara aufhalten könnte. Und während sie von einer skurillen Begegnung zur anderen taumeln, scheint das einzig Greifbare, das die beiden von Sara besitzen, der Schuh zu sein, den Sergio wie ein Fetisch mit sich führt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.05.2001

In Ignacio Garcia-Valinos Roman geht es, folgt man den Ausführungen von Michael Schmitt, recht verrückt zu. Verrückt ist die Wahrnehmung von Juan und Sergio nach dem Verschwinden von Sara, einer gemeinsamen Liebe, die die beiden Jugendfreunde auseinandergebracht hat, berichtet der Rezensent. Die "burleske Dreiecksgeschichte" erfährt durch den Verlust von Sara eine Wende, nach der die beiden Freunde sich wieder näher kommen. Garcia-Valino spare hier weder mit Situationskomik noch mit Slapstick-Effekten, freut sich der Rezensent. Gerne hat er sich vom Autor durch zahlreiche Wechselbäder der Gefühle jagen lassen. Denn Garcia-Valinos' Figuren wollen, so Schmitt, einfach alles sein, und zwar zugleich: vernünftig, voller Seelenruhe und Harmonie, so, wie alle anderen außer ihnen selbst zu sein scheinen.
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