Hugh Cunningham umspannt in dieser Geschichte der Kindheit ein halbes Jahrtausend vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Er zeigt, wie sich die Lebensverhältnisse der Kinder innerhalb der Familie und des Schul- und Erziehungssystems bis heute verändert haben und präsentiert seine umfassende Kindheitsgeschichte vor dem Hintergrund der großen historischen Umbrüche. Alle wichtigen Themen kommen zur Sprache: Kinderspiele und Kinderspielzeug ebenso wie Kindesmisshandlung und Kinderarbeit. Die ungeheuren Unterschiede zwischen Reich und Arm werden ebenso thematisiert wie die kritische Frage, ob wir wirklich in einem "Jahrhundert des Kindes" leben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.02.2007
Diese Geschichte der Kindheit von Hugh Cunningham übertrifft nach Ansicht von Florian Welle das Standardwerk von Philippe Aries, weil es die Geistesgeschichte der Kindheit, auf die sich sein Vorgänger beschränkt hat, mit den Lebensbedingungen, der Kinder im Lauf der Jahrhunderte, kombiniert. Dass der Autor bei seinem großen Überblick der Kindheitsgeschichte nicht jeden Aspekt seines Themas en detail untersucht, findet der Rezensent völlig verständlich und so lobt er diesen Band uneingeschränkt als gut lesbar und dabei "wissenschaftlich" untadelig.
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