Aus dem Englischen von Christopher Fricker. Unser Körper: Wir sprechen ständig über ihn. Er inspiriert uns zu großer Kunst, er beschäftigt die Wissenschaft, und die spannendsten Geschichten drehen sich um ihn. Er ist der Quell aller Vergnügungen. Doch erst wenn wir krank werden, wird uns das komplizierte Gebilde aus Fleisch, Knochen und Flüssigkeiten wirklich bewusst. Auf der Suche nach Kulturgeschichten vom Körper begibt sich Hugh Aldersey-Williams auf einen Streifzug durch Naturwissenschaft, Kunst, Literatur und Alltag. Das Buch des Bestsellerautors aus Großbritannien ist eine Schatzkammer überraschender Fakten und Anekdoten über die Physiologie der Engel, elektrische Knochen und den wahren Sitz der Seele: in der Leber.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.01.2014
Als überfällige Geschichte "von unten" im Bereich der Körpergeschichte liest Iris Ritzmann dieses Buch des Bestsellerautors und Naturwissenschaftlers Hugh Aldersey-Williams. Anhand kulturgeschichtlicher Texte und Bilder und eigener Erfahrungen erzählt der Autor Geschichten vom Körper, von Mörderbanden und Leichenraub. Für Ritzmann ein reizvolles Unterfangen, das ein Terrain jenseits berühmter Anatomen und Künstler erkundet. Vermisst hat sie im Buch neben einer Chronologie und einer eigenen Interpretation der Körpergeschichte eine Auseinandersetzung des Autors mit der Zeit des Nationalsozialismus, namentlich mit der Eugenik. Ein Bezug, der sich der Rezensentin geradezu aufdrängt.
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