Von Herman H. Schwedt unter Mitarbeit von Jyri Hasecker, Dominik Höink und Judith Schepers.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.04.2010
Der Historiker Wolfgang Reinhard begrüßt die von Hubert Wolf herausgegeben Bände zu den Akten der Römischen Bücherzensur und freut sich, dass ein derartiges "Großprojekt" sich nicht über Jahrzehnte erstreckt, wie sonst üblich, sondern in relativ kurzer Folge erscheinen kann. Dem katholischen Kirchenhistoriker aus Münster war es schon vor der allgemeinen Öffnung des Inquisitionsarchivs 1998 möglich, sich einen Überblick über die Akten zu verschaffen und konnte so sein durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderte Mammutunternehmen zügig auf den Weg bringen, erklärt der Rezensent. Bereits zwischen 2005 und 2007 erschienen sieben Bände zur römischen Zensur von 1814 bis 1917, nun liegen auch bis auf den Registerband die Bände für 1701 bis 1813 vor, so Reinhard sehr zufrieden. Er attestiert der Arbeitsgruppe um Wolf Kompetenz und enormen Fleiß und schätzt die Bände als wichtige Grundlage für weitere Forschungen ein. Da den Autoren der Werke, die unter die römische Zensur fielen, kein Einblick in die Akten gewährt wurde, sondern lediglich das Urteil mitgeteilt wurde, wird mit der vorliegenden Publikation so manches Geheimnis der Geschichte gelüftet, wie der Rezensent verspricht.
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