Howard Cruse

Stuck Rubber Baby

Cover: Stuck Rubber Baby
Cross Cult Verlag, Ludwigsburg 2011
ISBN 9783942649285
Gebunden, 240 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Andreas C. Knigge. 1963, im Jahr des berühmten Marsches auf Washington von Martin Luther King und der Ermordung von John F. Kennedy, schließt sich der junge Südstaatler Toland Polk einer Gruppe von Künstlern und progressiven Denkern an, die gegen Hass und Rassentrennung im Amerika der 50er und 60er Jahre kämpfen. Neben dem großen gesellschaftlichen Kampf ficht Toland auch einen Konflikt mit sich selbst und seiner sexuellen Identität aus. Im Jahre 1963 im reaktionären Süden Amerikas fällt es einem jungen Mann schwer, sich einzugestehen, dass er schwul ist ...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 21.12.2011

Christian Schlüter ruft dazu auf, diesen "Altmeister des Independent-Comic" nicht noch einmal unbeachtet zu lassen. Bereits 1996 hatte der Carlsen Verlag Howard Cruses "Stuck Rubber Baby" herausgegeben, aber ohne viel Resonanz. Schade wär's, meint Schlüter, denn nicht nur die großzügige Ausstattung und die gute Übersetzung von Andreas C. Knigge haben ihm Freude bereitet. Für "große Kunst" hält es Schlüter, wie Cruse in seiner Geschichte des Toland Polk nicht nur eine Coming-Out-Geschichte erzählt, sondern gleich die gesamte Bürgerrechts- und Schwulenbewegung in den USA der sechziger Jahre mit einfängt, ohne seine Geschichte je zu überfrachten. Sehr beeindruckt hat Schlüter auch Cruses zeichnerische "eigenwillige Punkt- und Strichtechnik".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.11.2011

Nicht abschrecken lassen darf man sich vom wenig animierenden Schwarzweiß und der Textlastigkeit dieses 1995 im amerikanischen Original erstmals erschienenen Comics von Howard Cruse. Sonst würde man laut Christoph Haas nämlich einen der besten amerikanischen Comics der letzten zwei Jahrzehnte verpassen. Cruse erzählt in "Stuck Rubber Baby" von der Bürgerrechts- und Schwulenbewegung Anfang der 60er Jahre, und er tut dies ohne Pathos und erzählerisch packend, lobt der Rezensent. Sehr lobt er die Figurenzeichnung, nicht nur die Hauptfigur, sondern auch die komplex gestalteten Nebenfiguren haben es ihm angetan. Cruses Zeichnungen seien zwar weit von anatomischer Präzision entfernt und insbesondere mit den oberen Extremitäten habe er offensichtlich Schwierigkeiten, urteilt der Rezensent. Dafür gelingt es dem Comiczeichner hervorragend, Dramatik und Dreidimensionalität in seiner Bildaufteilung und seiner Schraffurtechnik zu evozieren, was in seinen Augen alle Mängel überwiegt. Dem Zahn der Zeit hat dieser Comic auf jeden Fall "glänzend" widerstanden, preist Haas begeistert.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.11.2011

Rezensent Waldemar Kesler begrüßt diese Neuauflage von Howard Cruses Comic "Stuck Rubber Baby", ein Werk, das in seinen Augen ein geradezu "epochales Ereignis" war. Er würdigt den Autor als "Vorreiter für ein schwules Selbstverständnis" in den USA. In "Stuck Rubber Baby" erzählt Curse von Rassismus und Homophobie in den Südstaaten in den 1960er Jahren: Der Held, Toland Polk, möchte am liebsten sein wie alle anderen, aber seine uneingestandene Homosexualität macht ihm zu schaffen, bis er einer Freundin offenbart, dass er schwul ist, und sich in der Bürgerrechtsbewegung engagiert. Für Kesler ist dieser Comic sowohl persönliche Geschichte als auch gesellschaftliche.
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