Horst Evers

Hope Joanna

Cover: Hope Joanna
Rowohlt Verlag, Hamburg 2026
ISBN 9783737102483
Gebunden, 320 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Geboren am 9. November, zwei Jahre nach dem Mauerfall. Benannt nach dem Eddy-Grant-Song, bei dem ihre Eltern sich im deutsch-deutschen Kammerchor kennengelernt hatten. Die Mutter Westberlinerin, der Vater aus Leipzig, die Tochter das Beste aus beiden Welten: Hope Joanna Marlow. Um als Taekwondo-Kämpferin eine Olympiachance zu haben, wurde sie Polizistin. Olympia ist nun Vergangenheit, die Berliner Polizei Gegenwart. Ein Handyvideo, in dem zu sehen ist, wie Hope Joanna vier gewalttätige Räuber in einem Späti überwältigt, macht sie zur Heldin wider Willen. Doch noch bevor sie sich gegen ihren Ruhm wehren kann, versetzt eine mysteriöse Mordserie die Stadt in Aufruhr. Eine rechtsradikale Sekte scheint davon überzeugt zu sein, dass der legendäre, seit Kriegsende verschollene Fluchtkoffer Adolf Hitlers eben nicht nur eine Legende ist. Unter anderem soll er das Rezept für ein sagenumwobenes Elixier enthalten. Schnell findet sich die junge Kommissarin Hope Joanna Marlow in einer tödlichen Parallelwelt wieder. Deren rasender und vollkommener Irrsinn nur noch von der Realität übertrumpft wird.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.10.2026

Rezensent Gereon Asmuth ist noch auf der Suche nach einem guten Ersatz für Volker Kutschers Gereon-Rath-Reihe. Es gibt aber Hoffnung auf würdige Nachfolge-Krimis, betont er nach der Lektüre von Horst Evers' Buch. Darin spielen zwei für Kutscher typische Elemente eine wichtige Rolle: Berlin und Nazis. Die Geschichte findet aber in der heutigen Zeit statt, erfahren wir, Reichsbürger kommen ebenso vor wie Hausbesetzer und anstrengende Innensenatoren und natürlich auch der ein oder andere Tote. Die titelgebende Ermittlerin Hope Joanna, ehemalige Taekwondo-Kämpferin, ist nur eine der herrlich überdrehten Figuren, verrät, Asmuth. Ihm gefällt, dass die Geschichte nicht so düster ist wie die "Babylon-Berlin"-Reihe und kann das durchaus auch zum Lachen anregende Buch gerade in unseren eher nicht so heiteren Zeiten empfehlen. 

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